tz ePaper
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Details
- Bewertung
- 4,5
- Version
- 3.0.12
- Entwickler
- Mediengruppe Münchner Merkur/tz
Wer die tz regelmäßig liest, möchte nicht jedes Mal nach der gedruckten Ausgabe suchen oder einzelne Nachrichten aus verschiedenen Quellen zusammensammeln. Genau hier setzt tz ePaper an: Die App bringt die digitale Ausgabe der tz auf das Smartphone oder Tablet und richtet sich damit vor allem an Leserinnen und Leser, die ihre Zeitung gern flexibel dabeihaben. Ich habe sie als Nachrichten-App betrachtet, aber nicht wie einen allgemeinen News-Reader, sondern als digitale Zeitung mit einem klaren, wiederholbaren Ablauf.
Mein erster Eindruck fällt positiv aus, weil die Anwendung nicht versucht, mehr zu sein als nötig. Sie konzentriert sich auf den Zugang zur digitalen tz-Ausgabe. Das macht die Bedienung grundsätzlich überschaubar, setzt aber auch voraus, dass man genau dieses Leseerlebnis sucht. Wer stattdessen ständig aktualisierte Meldungen, viele frei kombinierbare Quellen oder eine stark personalisierte Nachrichtenübersicht erwartet, wird hier wahrscheinlich weniger glücklich.
So funktioniert der tägliche Ablauf mit der digitalen Ausgabe
Im Alltag beginnt die Nutzung mit dem Öffnen der App und dem Aufrufen der verfügbaren Zeitungsausgabe. Danach lese ich nicht einfach wahllos einzelne Meldungen, sondern behandle die App wie eine kompakte Zeitung: zuerst ein schneller Überblick, anschließend die Seiten oder Themen, bei denen ich genauer bleiben möchte. Diese Gewohnheit ist wichtiger, als sie klingt. Eine ePaper-App spielt ihre Stärke aus, wenn man sie regelmäßig auf dieselbe Weise nutzt, statt jedes Mal neu nach dem passenden Einstieg zu suchen.
Auf einem Smartphone eignet sich die Anwendung besonders für kurze Lesephasen. Ich kann beim Frühstück die wichtigsten Seiten ansehen, später unterwegs einen Artikel nachholen und am Abend noch einmal zu einem lokalen Thema zurückkehren. Auf einem größeren Bildschirm ist die Seitendarstellung angenehmer, weil man weniger vergrößern und verschieben muss. Wer überwiegend auf dem Smartphone liest, sollte sich darauf einstellen, dass Zeitungsseiten naturgemäß dichter wirken als eine für kleine Displays optimierte Nachrichtenliste.
Ein sinnvoller Ablauf besteht für mich aus drei Schritten: Ausgabe öffnen, interessante Bereiche markieren oder gedanklich merken und erst danach in einzelne Artikel hineinzoomen. Wenn man sofort in jede Seite hineinvergrößert, verliert man schnell den Überblick. Gerade bei einer regionalen Zeitung ist der Zusammenhang zwischen Ressorts, Überschriften und Seitengestaltung ein Teil des Leseerlebnisses. Die App bewahrt diesen Zeitungscharakter besser als ein gewöhnlicher Nachrichtenstrom.
Die Anwendung stammt von der Mediengruppe Münchner Merkur/tz und gehört in den Bereich Nachrichten und Zeitschriften. Sie ist kostenlos erhältlich, wobei innerhalb der App Käufe über Google Play im Bereich von 1,09 bis 30,99 Euro abgerechnet werden können. Für mich ist das ein wichtiger Unterschied zu einer vollständig kostenlosen Nachrichten-App: Der Download kostet nichts, aber der Zugang zu digitalen Inhalten kann je nach gewähltem Angebot mit Kosten verbunden sein. Vor einem Kauf sollte man deshalb genau prüfen, welche Ausgabe oder welches Paket man auswählt.
Die Altersfreigabe liegt bei USK ab 6 Jahren. Das passt zum Charakter einer klassischen Nachrichtenanwendung. Trotzdem würde ich die App nicht automatisch als Kinder-App betrachten, denn Zeitungsinhalte richten sich in erster Linie an Erwachsene und ältere Jugendliche. Für Familien ist eher entscheidend, dass die Nutzung auf einem gemeinsamen Tablet bequem möglich ist und die Zeitung dadurch nicht an einen einzigen festen Sitzplatz gebunden bleibt.
Die Einstellungen, die ich zuerst kontrollieren würde
Bei einer ePaper-App sind nicht möglichst viele Optionen entscheidend, sondern die wenigen Einstellungen, die den Lesefluss beeinflussen. Ich würde nach der Installation zunächst prüfen, wie Ausgaben geöffnet werden, ob die Darstellung eher seitenweise oder artikelorientiert erfolgt und wie sich die Ansicht beim Wechsel zwischen Übersicht und vergrößerter Seite verhält. Schon diese kurze Kontrolle verhindert, dass man später während des Lesens ständig nach der passenden Darstellungsweise sucht.
Besonders wichtig ist die Anpassung an das eigene Gerät. Auf einem kleinen Smartphone lohnt sich eine Haltung, bei der man zuerst die ganze Seite überblickt und nur einzelne Artikel vergrößert. Auf einem Tablet kann man länger in der Seitenansicht bleiben. Ich finde es praktischer, nicht jede Seite dauerhaft stark zu vergrößern. Stattdessen wähle ich die Vergrößerung nur für längere Texte und gehe danach bewusst wieder zurück zur Seitenübersicht.
Auch die Download- und Speichergewohnheiten verdienen Aufmerksamkeit. Wer eine Zeitungsausgabe unterwegs lesen möchte, sollte sie nicht erst dann laden, wenn die Internetverbindung bereits schwach ist. Ein guter Ablauf ist, die gewünschte Ausgabe zu Hause über eine stabile Verbindung zu öffnen und kurz zu kontrollieren, ob sie vollständig verfügbar ist. Das ist kein spektakulärer Trick, aber im Zug, im Wartezimmer oder auf Reisen deutlich angenehmer, als auf das Nachladen einzelner Seiten angewiesen zu sein.
Ich würde außerdem darauf achten, ob Benachrichtigungen wirklich zum eigenen Alltag passen. Wer die App nur morgens und abends nutzt, braucht nicht zwingend Hinweise zwischendurch. Eine zurückhaltende Einstellung hält das Smartphone ruhiger und verhindert, dass die Zeitung mit einem permanenten Nachrichtenalarm verwechselt wird. Gerade weil das ePaper auf eine Ausgabe konzentriert ist, sollte die Nutzung nicht durch unnötige Unterbrechungen hektischer werden.
Ein weiterer praktischer Punkt ist das Nutzerkonto beziehungsweise der Zugang, falls für die gewählte Ausgabe eine Anmeldung oder ein Kauf erforderlich ist. Ich würde die Zugangsdaten nicht erst dann suchen, wenn ich unterwegs lesen möchte. Ein einmal sauber eingerichteter Zugang spart später Zeit und senkt die Gefahr, versehentlich eine Ausgabe doppelt auszuwählen. Bei kostenpflichtigen Optionen lohnt sich außerdem ein genauer Blick auf die angezeigten Bedingungen, bevor man die Abrechnung über Google Play bestätigt.
Wie ich schneller durch die Ausgabe komme
Die schnellste Methode ist nicht, jede Seite möglichst rasch zu überfliegen. Besser funktioniert ein fester Rhythmus. Ich starte mit der Gesamtansicht, lese Überschriften und entscheide dann, welche Beiträge wirklich Zeit verdienen. So wird aus der App kein endloses Scrollen, sondern ein planbarer Teil des Tages. Wer morgens nur wenige Minuten hat, kann sich auf regionale Themen und die wichtigsten Nachrichten beschränken und längere Stücke später lesen.
Für wiederkehrende Leser lohnt sich eine kleine persönliche Reihenfolge. Manche beginnen mit lokalen Meldungen, andere mit Sport, Politik oder Service. Die App wird nicht automatisch besser, wenn man jedes Mal an derselben Stelle startet; sie wird besser, wenn der Einstieg zur eigenen Gewohnheit passt. Ich merke mir deshalb, welche Ressorts ich zuerst sehen möchte, und überspringe Seiten, die an diesem Tag weniger relevant sind.
Ein nützlicher Arbeitsablauf für Pendler ist die Trennung zwischen Überblick und Vertiefung. Während einer kurzen Fahrt sehe ich mir nur die Seiten an, die schnell erfassbar sind. Für längere Artikel warte ich auf einen ruhigeren Moment, in dem ich das Smartphone nicht ständig neu ausrichten muss. Dadurch lese ich konzentrierter und muss nicht mitten im Text abbrechen, nur weil die nächste Haltestelle kommt.
Auf einem Tablet kann man die digitale Zeitung eher wie eine aufgeklappte Printausgabe nutzen. Ich würde dort nicht jede Überschrift einzeln über die Suchfunktion oder eine separate Artikelliste ansteuern, sondern zunächst die Seitengestaltung verwenden. Das hilft, verwandte Meldungen und kleinere Hinweise wahrzunehmen, die in einer stark reduzierten Nachrichtenansicht leicht untergehen. Auf dem Smartphone ist dagegen die gezielte Vergrößerung einzelner Textbereiche meist effizienter.
Ein weiterer Tipp betrifft das Beenden der Sitzung. Wenn ich nach einem Artikel einfach die App schließe, weiß ich später oft nicht mehr, wo ich aufgehört habe. Besser ist es, vor dem Schließen kurz zur zuletzt gelesenen Seite zurückzukehren oder mir den Abschnitt bewusst zu merken. Diese kleine Gewohnheit ist besonders nützlich, wenn man eine Ausgabe über mehrere kurze Zeitfenster verteilt liest.
Die App hat eine durchschnittliche Bewertung von 4,5 bei knapp dreihundert Bewertungen und kommt auf mehr als zehntausend Installationen. Diese Zahlen zeigen mir vor allem, dass sie eine erkennbare Zielgruppe erreicht: Menschen, die die digitale tz-Ausgabe suchen und kein überladenes Nachrichtenportal brauchen. Sie sind aber kein Ersatz für die persönliche Frage, ob man lieber in einer festen Zeitungsausgabe oder in einem laufend aktualisierten Feed liest.
Wo die digitale Zeitung an Grenzen stößt
Die größte Einschränkung liegt für mich im Format selbst. Eine klassische ePaper-Seite sieht der gedruckten Zeitung ähnlich, ist aber nicht automatisch genauso bequem zu lesen. Auf kleinen Displays muss man häufiger zoomen, verschieben und wieder herauszoomen. Wer empfindlich auf kleine Schrift reagiert oder lange Texte ausschließlich am Smartphone liest, sollte die Nutzung zunächst mit kurzen Abschnitten testen. Für ausgedehnte Lektüre ist ein größerer Bildschirm meist die angenehmere Wahl.
Auch inhaltlich ist die App nicht mit einem modernen Nachrichtenaggregator gleichzusetzen. Sie bietet den Zugang zu einer konkreten Zeitung und nicht zwangsläufig die Vielfalt vieler unabhängiger Quellen. Das ist ein Vorteil, wenn man die redaktionelle Auswahl der tz gezielt sucht. Es ist jedoch ein Nachteil für Nutzer, die Meldungen aus unterschiedlichen Zeitungen, internationalen Medien und spezialisierten Feeds in einer einzigen Oberfläche vergleichen möchten.
Wer ausschließlich kostenlose Nachrichten lesen will, sollte die Kaufoptionen besonders aufmerksam behandeln. Der kostenlose Download bedeutet nicht, dass jede digitale Ausgabe ohne Zahlung verfügbar ist. Ich finde dieses Modell grundsätzlich nachvollziehbar, weil journalistische Inhalte finanziert werden müssen, aber die Entscheidung sollte bewusst erfolgen. Vor dem Bestätigen eines In-App-Kaufs würde ich immer kontrollieren, ob es sich um die gewünschte Ausgabe oder ein passendes Angebot handelt.
Ein weiterer Trade-off ist die Nähe zur Printausgabe. Genau diese Nähe macht das ePaper für treue Leser attraktiv, kann aber für Nutzer ungewohnt sein, die an große Überschriften, kurze Karten und endloses Wischen gewöhnt sind. Die App verlangt etwas mehr Orientierung. Man muss Seiten als Seiten akzeptieren und nicht erwarten, dass jedes Element wie eine moderne Smartphone-Kachel funktioniert.
Die aktuelle Version ist 3.0.12 und läuft ab Android 6.0. Damit ist die Anwendung auch für ältere Android-Geräte grundsätzlich interessant. Gleichzeitig würde ich bei einem älteren Smartphone besonders auf freien Speicher, Akkuzustand und die allgemeine Geschwindigkeit achten. Eine digitale Zeitung mit großen Seiten kann sich auf schwächerer Hardware weniger flüssig anfühlen als eine einfache Text-App. Das ist weniger eine Schwäche der Inhalte als eine praktische Frage des verwendeten Geräts.
Für iPhone- oder iPad-Nutzer ist wichtig, vor der Installation den passenden Store und die dort angezeigten Bedingungen zu prüfen. Die genannten Google-Play-Preise beziehen sich auf die Abrechnung über Google Play. Wer zwischen mehreren Geräten wechselt, sollte außerdem darauf achten, denselben Zugang zu verwenden, sofern der jeweilige Kauf oder das Abonnement an ein Konto gebunden ist. So vermeidet man unnötige Verwirrung beim Wechsel vom Smartphone auf ein Tablet.
Für wen sich die App besonders eignet
Ich würde tz ePaper vor allem Leserinnen und Lesern empfehlen, die die tz bereits kennen und ihre Ausgabe digital lesen möchten. Auch Menschen, die häufig unterwegs sind, profitieren vom handlicheren Format gegenüber einer gedruckten Zeitung. Ein realistisches Beispiel ist der Berufsalltag: Morgens bleibt die Zeitung zu Hause, während man auf dem Weg zur Arbeit die wichtigsten Seiten auf dem Smartphone überblickt und am Abend auf dem Tablet die längeren Artikel liest.
Die App passt außerdem zu Personen, die Nachrichten lieber gesammelt als ständig aktualisiert konsumieren. Eine feste Ausgabe kann helfen, die tägliche Informationsmenge zu begrenzen. Statt zwischen vielen Push-Meldungen und offenen Browser-Tabs zu wechseln, entscheidet man sich für einen klaren Lesezeitpunkt. Für mich ist das einer der stärksten Gründe, ein ePaper einer allgemeinen Nachrichten-App vorzuziehen.
Weniger geeignet ist die Anwendung für Nutzer, die ausschließlich kurze, laufend aktualisierte Meldungen möchten. Auch wer viele Quellen direkt miteinander vergleichen will, wird mit einem Nachrichtenaggregator oder den mobilen Angeboten verschiedener Medienhäuser flexibler sein. Wer sehr viel Wert auf eine besonders für kleine Displays optimierte Darstellung legt, sollte ebenfalls prüfen, ob das Zeitungsformat den eigenen Augen und Lesegewohnheiten entspricht.
Ein Vorteil gegenüber der gedruckten Alternative ist die Verfügbarkeit auf mehreren mobilen Geräten und die Möglichkeit, die Zeitung nicht an einen festen Ort mitzunehmen. Gegenüber einer frei zugänglichen News-App bietet das ePaper dafür mehr den Charakter einer vollständigen Ausgabe und weniger den eines ständig wechselnden Stroms. Die richtige Wahl hängt also nicht nur vom Preis ab, sondern davon, ob man lieber eine redaktionell zusammengestellte Zeitung oder eine individuell gemischte Nachrichtenliste liest.
Mein Urteil nach einem festen Nutzungsrhythmus
Nach meiner Einschätzung funktioniert tz ePaper am besten, wenn man die App nicht wie ein beliebiges Portal behandelt. Ein fester Zeitpunkt, eine bevorzugte Reihenfolge und ein bewusster Wechsel zwischen Seitenübersicht und vergrößertem Text machen die Nutzung deutlich angenehmer. Die Anwendung belohnt Routine: Wer regelmäßig liest, findet schneller zu den relevanten Bereichen und verliert weniger Zeit mit unnötigem Navigieren.
Die wichtigste Stärke ist die Verbindung aus vertrauter Zeitungsausgabe und mobiler Verfügbarkeit. Ich kann die tz lesen, ohne eine gedruckte Ausgabe mitnehmen zu müssen, und behalte dabei die Orientierung einer klassischen Zeitung. Das ist für mich überzeugender als eine App, die nur einzelne Schlagzeilen liefert, aber weniger passend für alle, die eine vollständig personalisierte Nachrichtenoberfläche erwarten.
Die Grenzen sollte man trotzdem ernst nehmen. Auf kleinen Bildschirmen bleibt das Zoomen ein Teil des Lesens, und der kostenlose Download darf nicht mit vollständig kostenlosen Inhalten verwechselt werden. Wer diese Punkte akzeptiert und die App auf einem ausreichend großen oder leistungsfähigen Gerät nutzt, bekommt eine zweckmäßige digitale Ergänzung zur tz.
Ich würde sie daher Freunden empfehlen, die gezielt die digitale Ausgabe der tz suchen und ihre Nachrichten gern in einem ruhigen, festen Ablauf lesen. Für schnelle Einzelmeldungen, maximale Quellenvielfalt oder ein komplett kostenfreies Nachrichtenangebot würde ich eine andere Lösung wählen. Für den klassischen ePaper-Nutzer ist tz ePaper jedoch eine nachvollziehbare und im Alltag praktische Wahl.
Die Anwendung ist seit dem 25.06.2013 verfügbar und zeigt mit ihrer aktuellen Version, dass sie auf einen langfristigen Zeitungskonsum ausgelegt ist. Wer vor der ersten Nutzung die Darstellung prüft, seine Lesezeiten festlegt und Käufe aufmerksam auswählt, holt aus dem eher geradlinigen Konzept am meisten heraus. Mein abschließendes Urteil fällt deshalb ausgewogen aus: kein universeller News-Reader, aber ein sinnvoller digitaler Begleiter für Menschen, die ihre tz-Ausgabe regelmäßig und unabhängig vom Papier lesen möchten.











